Hands-On: Kantensprung mit Bette

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Wenn es ums Bad geht, hat jeder Innenarchitekt seine Erfahrungen gesammelt – tolle Ergebnisse, komplizerte Geschichten. Kanten, Fugen, Becken, Armaturen und Abflüsse bestimmen das Bild. Dabei kann Design vieles leisten, ein Bad klar und mit echtem Erholsamkeitsfaktor zu gestalten – wie Bette unter anderem mit der Duschwanne BetteFloor beweist. In Hamburg hat der Hersteller aus Delbrück in Nordrhein-Westfalen sein Erfolgsprodukt samt großer Farbpalette drei Architektur- und Interiorbüros vorgestellt und dort bei manchem neue Ideen geweckt.

UK2
Ulrike Krages, Geschäftsführerin und Innenarchitektin: Mit Bette verbinde ich die unkomplizierte Handhabung einer Dusche sowohl in Verbindung mit Naturstein als auch mit Fliesen sowie der Möglichkeit, durch die große Farbauswahl keinen Unterschied zwischen der Dusche und dem Umfeld machen zu müssen. Einen ersten Eindruck von BetteFloor habe ich schon vor zehn Jahren gewinnen dürfen. Bis heute sind wir überzeugt, dass Bette eine echte Alternative darstellt – insbesondere für Architekten, die sich ja um viele Details selbst bemühen müssen. Gerade in diesem Bereich der Duschen und ihren Abläufen sind wir sehr froh, dass es dieses vorgefertigte Produkt gibt.

Gestalterisch sind wir stark daran interessiert, Fugen zu reduzieren. Wo wir sie nicht vermeiden können, versuchen wir sie so eng zu setzen, dass man sie möglichst nicht wahrnimmt. Das ist ein großes Argument für eine solche Duschtasse aus Emaille. Wobei „Duschfläche“ für BetteFloor eigentlich das bessere Wort ist. Das Format passt auch sehr gut zu unserer Gestaltungsphilosophie, da wir grundsätzlich nur mit überdimensionierten Fliesenformaten arbeiten. Zur Farbigkeit: Ich bin beeindruckt. Bette hat die Standardfarbigkeit sensationell gut ausgesucht und sich mit den Pastelltönen optimal an den Anspruch von uns Innenarchitekten angepasst.

BetteFloor, Foto: © Bette

JOI-Design
Peter Joehnk, geschäftsführende Inenarchitekt: Wir verbinden den Namen Bette mit einem hohen Anspruch an Design im Badbereich. Deshalb gingen wir bisher davon aus, Produkte dieser Marke spielten in einem höheren Preissegment. Wie wir heute gelernt haben, ist das aber gar nicht der Fall. Das kommt uns natürlich sehr entgegen, denn bodenebene Duschflächen sind zurzeit das Maß aller Dinge. Der Vorteil dieses Produkts ist natürlich die Vollflächigkeit. Wir versuchen grundsätzlich, die Zahl der Fugen im Boden möglichst gering zu halten. Schließlich setzt sich hier Schmutz am ehesten fest. Durch den kleinen Radius der Ecken dieses Produkts entsteht auch keine unangenehm anzuschauende „Silikonwurst“.

Zugegeben: Bisher sind wohl gut 90 Prozent unserer Bäder durchgefliest. Oft spielt hier auch das Thema Rutschfestigkeit eine große Rolle. Die Oberflächenmuster von BetteFloor zeigen allerdings, dass man hier keine Bedenken haben muss. Optisch und haptisch kann man nichts bemängeln. Im Gegensatz zu Produkten aus Acryl macht die Duschfläche auch einen wertigen Eindruck. Sehr gut gefällt mir die große Auswahl an Standardfarben. Oft ist es ja so, dass man den passenden Ton nicht trifft. Das ist hier anders. Einen klaren Farbtrend können wir aber zurzeit nicht ausmachen – abgesehen davon, dass dunkle Räume wieder mehr Akzeptanz finden.

Giorgio Gullotta Architekten
Giorgio Gullotta: Wir haben bereits gute Erfahrung mit Bette gemacht und dieses Produkt schon in einem großen Projekt verbaut. Rund 140 Wohnungen haben wir für einen Bauträger mit BetteFloor ausgestattet – und es kam gut an. Auch mir persönlich gefällt das Produkt gut. Es ist ein fertiges, funktionierendes System, auf das man sich verlassen kann – keine Bastelei. Man kann sich damit sicherlich einiges an Ärger ersparen. Zudem entspricht es dem Zeitgeist, da es durch die fehlende Krempe barrierefrei ist, aber nicht so aussieht. Seien wir doch mal ehrlich: Oft begrenzt die Funktion barrierefreier Elemente leider noch die gestalterische Qualität. Das ist hier zum Glück nicht der Fall.

Durch BetteFloor wird die „verteufelte“ Duschtasse wieder salonfähig. Vor allem im gehobenen Wohnungsbau stellt sie mehr als eine Alternative dar. Auch in Hotels kann ich sie mir vorstellen. Wichtig ist, dass die Fläche gestalterisch gut ins Fliesenraster eingefügt wird. Nicht nur der Fugenanschnitt muss passen, auch die Größe der Fliesen muss stimmen. Zu kleinteilig sollte der umgebende Boden nicht sein. Eine große Fläche braucht die große Fliese. Farblich würde ich bei den klassischen Tönen bleiben. Badkeramik ist überwiegend weiß. Aber auch der Kontrast mit einem dunklen Fußboden – also auch einer dunklen BetteFloor – ist reizvoll.

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