Blondo

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28.06.2018

Turn
In der amerikanischen Kolonialzeit gab es in den sozialen Räumen eines Hauses oft besondere Stühle, die anstelle einer umlaufenden Rücken- und Armlehne mit zwei offenen Seiten konstruiert waren. So konnte man sich in geselligen Runden rasch einem Gespräch zur Rechten zuwenden und zur Linken einen Kommentar einwerfen. Der New Yorker Gestalter Lucca Zeray sitzt, wie er sagt, selbst gern seitwärts. Sein Entwurf Blondo verzichtet auf kolonialen Plüsch, Pomp und Mahagoni, und ist stattdessen konsequent geometrisch gestaltet. Beine und Lehnen bilden den Umriss eines Rechtecks und fordern zu einer aktiven Körperdrehung um 90 Grad auf. Auch auf Polster hat Zeray verzichtet. Die Sitzfläche wurde aus Baumwollband gewebt, der typischen Bespannung für die Sitzmöbel der Shaker. Das grafische Muster wird dabei zu einem spielerischen Kontrast gegenüber dem strengen Ahornholzrahmen und das kommunikative Konzept ist maßgeschneidert für zeitgenössische Work-Lounges oder informelle Besprechungsszenarien. tp

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