Concept Kitchen

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Offen soll die Modulküche sein, und zwar in zweifacher Hinsicht. Zum einen in Bezug auf den Hobbykoch, der hier schalten und walten, schnibbeln und dünsten kann, wie es ihm am besten passt. Zum anderen in ihrer Organisation: Offene Arbeitsflächen, mobile Schübe und geschlossene Ablageräume offenbaren so viel kreatives Chaos, wie der Nutzer preisgeben will. Etwa die Pfannenfreunde, Kräuter und Schneebesen, die hinter der Spüle baumeln. Solch eine Küche ist kein steriler Schauraum, sondern so mitten im Leben, wie einst die bäuerlichen Wohnküchen. Oder wie der Designer Kilian Schindler es formuliert: „Das Ritual Kochen wird durch die offene Struktur als individuell geprägte Improvisation inszeniert.“ Gleichzeitig ist die Concept Kitchen aber auch an den nomadischen Großstadtkoch angepasst und lässt sich mit wenigen Handgriffen unkompliziert auf- und abbauen. Noch ist die mobile Kücheneinheit eine Studie, die in Kooperation mit der Firma Naber entstanden ist – eine Produktion aber nicht ausgeschlossen. tp

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