Conduct

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Offen geleitet
Unter Putz verbirgt sich eine elektrische Infrastruktur, die nur durch Steckdosen, Lichtschalter oder Buchsen zu Tage tritt. Als Jon Sherman, der Gründer der New Yorker Tapetenmanufaktur Flavor Paper, vor zwei Jahren eine leitfähige Farbe auf Wasserbasis entwickelte, hatte er sofort die Idee, damit Leitungen direkt in die Tapete zu integrieren. „Um die Potentiale möglichst effektvoll demonstrieren zu können, brauchte es allerdings interessante Designelemente“, erzählt er über die Zusammenarbeit mit dem Designbüro UM Project. Ihre einfachen, gut gestalteten aber doch verspielten Arbeiten machten sie zum optimalen Partner.

Conduct ist eine sensuelle Erfahrung zwischen Dekoration, Interaktion, Sound und Licht. Über Siebdruck werden die Leitungen auf das Papier aufgebracht und zum visuellen Leitsystem für die Anwendungen und Funktionen. Wo führen die Linien hin, was aktivieren sie, wo schaltet sie der Nutzer ein? Berührungspunkte werden zum Schalter, aber auch dreidimensionale Elemente wie übergroße Kupfersicherungen, kleine Konnektoren und bedruckte hölzerne Fliesen sind Teil der Installation. Bei Berührung kommt Licht in die von Panton inspirierten Corian-Quader, Sound aus hervorstehenden Boxen oder Bewegung mit Moiré-Effekt in ein Holzobjekt mit Kunststoffpaneel. Die zweidimensionale Ebene bildet eine Einheit mit der dritten Dimension und eröffnet ganz nebenbei neue Möglichkeiten der stilvollen Elektroinstallation. tp

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