Fiber Mates

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Foto: Robert Hamacher, 15.05.2018

Federkissen aus Faserresten
Vier junge unabhängige Designer und ein Industrieunternehmen haben sich zusammengetan, um Neues zu entwickeln. Das aktuellste Patent der Karlsruher Firma Fiber Engineering ist eine Materialinnovation, die aus Faser- und Textilfäden und einer thermoplastischen Bindefaser besteht. Die Basis kann aus Naturfasern wie Wolle, Hanf oder Holz bestehen, aber auch aus Recyclingmaterial wie zerkleinerten Kunststoffflaschen. Zusammen mit dem Binder werden sie in eine Form eingeblasen, erhitzt und verpresst. Der Vorteil des Verfahrens besteht in der Verwertung von Abfallprodukten, aber auch in seiner Effizienz – es müssen keine Platten vorproduziert werden, übrige Fasern können weiter verwendet werden und bereits Verpresstes erneut gerissen und wiederverwertet.

Die Entwicklung einer ersten Produktserie übernahmen die Gestalter Laura Jungmann, Jonathan Radetz, Martha Schwindling und Elena Tezak. Teil der Kollektion Fiber Mates ist das Ripple-Kissen, das allein durch das zurückspringende Oberflächenrelief nachgiebig wird. Dadurch ist es platzsparender als die klassische Daunen- oder Schaumstoffversion und kann ineinander verzahnt gestapelt werden. In verschiedenen Höhen arrangiert werden daraus Sitzmöbel vom Bodenkissen über einen Pouf bis zum Hocker. Für die erste Nullserie hat das Quartett außerdem verschiedene Fasermaterialien getestet, sodass unterschiedliche Dichten kombinierbar sind. tp

 

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