Homework

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Bei den kreativen Professionen ist die Organisation – und Ordnung – auf der Arbeitsfläche eine heikle Angelegenheit. Eigentlich ist die Tischplatte immer zu klein. Stifte, Laptop, Papier und Zeitschriften bevölkern – meist in einem chaotischen Miteinander – jeden freien Millimeter. Soll dann noch die Schneideunterlage für den Modellbau Platz finden, muss geschoben und gerückt oder sogar angebaut werden. Dabei ist gar nicht das Format der Platte das eigentliche Problem, sondern dass der Tisch verschiedenen Tätigkeiten parallel oder in Folge Raum bieten muss.

Mit seinem Entwurf, der den passenden Titel „Homework“ trägt“, versucht der Londoner Designer Robin Grasby dem Durcheinander am Arbeitsplatz mit einer eigenen Strategie beizukommen. Er gestaltete nicht einen Tisch für alle, sondern einen, den alle gestalten können. Dabei unterteilt er in einen vorderen Arbeitsbereich und einen rückwärtigen Teil, der als Stauraum und Ablagefläche, etwa für Bücher und Stifte, dient. Über die Aufteilung der beiden Areale kann der Nutzer selbst entscheiden und aus vielen Funktionselementen wählen: eine einfache Holzplatte oder Schneideunterlage, ein adjustierbares Zeichenbrett oder ein magnetisches Whiteboard erleichtern mit ihren klar gesteckten Grenzen die Arbeitsorganisation auf der Fläche. Und wenn sich der berufliche Schwerpunkt ändert, kann auch einfach umgestaltet werden, damit die „Hausarbeiten“ wieder flüssig von der Hand gehen.

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