Interface Table

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Tranzluzente Welle
In seiner Reputation als Billig-Baustoff wird Wellblech nur noch von Wellplastik geschlagen. Da tauchen sofort Bilder von eingelaubten Datschen auf oder Verschläge für Kaninchen. Aber wie immer gilt auch für dieses Material: Gekonnt inszeniert, lässt sich auch auf ästhetischer Seite ein Gewinn einfahren. So erlebte zuletzt die (durchaus ironische) Verwendung von auf Plastikfurnier gedruckten Steinmaserungen ein Revival, Wellblech durfte ins Büro einziehen und jetzt wird dank des Entwurfes von Louie Rigano eben auch das Wellplastik wohnzimmertauglich.

Der durch Glasfaser verstärkte Kunststoff bildet die Basis für den Beistelltisch. Seine plane Ablage erhält er durch eine Auflage aus Birkenholz, die unterseitig formschlüssig gewellt ist. So greift die Platte ins Gestell, ohne Verrutschen zu können. Unfixiert lässt sie sich als temporäres Tablett für Teller und Tassen einsetzen. In den Tälern des Kunststoffes können Mobiltelefone und Stifte abrutsch- und rollsicher abgelegt werden. Durch den minimalistischen Kontext und seine transluzente Beschaffenheit ist man versucht, dem Material eine fast ätherische Anmutung zuzugestehen – während es auf der praktischen Seite mit einem geringen Gewicht und hoher Stabilität überzeugt. tp

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