RAWtation

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Wenn Natur auf Industrie trifft, führt das in der Regel nicht zu einer symbiotischen Beziehung, viel eher bringt das eine das andere aus dem Gleichgewicht. Was allerdings in größeren Systemen die Regel ist, kann sich im kleinen Objekt durchaus bewähren, wie der israelische Gestalter Adi Zaffran Weisler mit seiner Möbelkollektion RAWtation beweist. Der Titel der Serie, der das englische Wort für „grob" mit Rotation paart, verrät den Herstellungsprozess und erzählt von der Ästhetik des Resultats.

Mit dem sogenannten Rotationsformen können Hohlformen aus Kunststoff hergestellt werden, indem eine Kunststoffmasse in der Form bis zum Erkalten in Bewegung gehalten wird. Ein Verfahren, das übrigens auch bei Schokoladenfiguren eingesetzt wird. Adi Zaffran Weisler hingegen hat im Hohlraum zusätzliche Objekte eingesetzt und so zwei unterschiedliche Materialien miteinander verbunden. In die Negativform aus Metall füllte er lose lange Äste und Zweige, dazu Kunststoff, der eingeschmolzen die stabilisierende Hülle für die Naturmaterialien bildet. Aus rohen Stämmen werden Beine und Stützen von Tischen und Hockern und die Natur wird mit der Prothese aus Kunststoff zum praktischen Wohnobjekt. tp
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