Muscle

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Anfänglich mag es so manch pedantischem Ordnungsfanatiker beim Anblick dieses auf dem diesjähren Salone Satellite vorgestellten Möbel die Sprache verschlagen haben. „Muscle" ist von seiner Funktion her ein Kleiderschrank – nur sieht er alles andere als ein eben solcher aus, denn was ihm augenscheinlich fehlt, sind die obligatorischen Türen, durch die im Normalfall unliebsame Unordnung geschickt verborgen bleibt.

Gesetz dem Motto „nur das Genie durchschaut das Chaos“ entwarf Giorgio Biscaro ein Aufbewahrungssystem bestehend aus zwei parallelen Metallböden, die mittels vieler elastischer Gummibänder miteinander verbunden sind. Neben den zwei Aussteifungselementen zeigen  sie sich insbesondere dafür verantworlich, dass der Inhalt dieses ungewöhnlichen Schrankes sicher gehalten wird. Muscle kann nach belieben mit Kleidung und anderen Dingen gefüllt werden -  mit sogar noch mehr als der eigentliche Raum zwischen dem Ober-und Unterboden zu fassen vermag, da die Bänder, wenngleich zum zerbertsten gespannt, nichts von dem Inhalt des Schrankes hinausfallen lassen. Wie schon der Name suggeriert, vergleicht der Designer sein Produkt mit einem angespannten Bizep. Wahlweise kann Muscle an der Wand montiert oder frei im Raum aufgestellt werden.


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