Shifting Shape

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Foto: Tor Westerlund

Tangram für Glasbläser
Der einfachste Weg des seriellen Glasblasens erfolgt über eine Negativform, die das Volumen der Glassphäre begrenzt und schnell erkalten lässt. Allerdings muss für jede Silhouette eine eigene Form produziert werden. Das ist nicht nur zeitaufwändig, sondern auch teuer. Jonatan Nilsson hat dieses Prinzip revolutioniert. Der Stockholmer Gestalter entwickelte mit Shifting Shape einen Apparat, der Variablen produziert. Dafür werden zwischen zwei Metallwangen, die die Fronten des Objektes bilden, Holzklötze gespannt. Einfache geometrische Blöcke können miteinander kombiniert oder versetzt werden, ausgetauscht oder verdreht.

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Die erste Kollektion ist das Ergebnis eines zweiwöchigen Pilotprojektes, bei dem Nilsson nicht nur verschiedene Formen erstellt, sondern auch Farbkombinationen erprobt hat. „Es ist schwer zu sagen, wie das fertige Glas tatsächlich aussehen wird, wenn man nur die Hölzchen im Metall sieht“, erzählt der Designer. „Ich mag, dass der Prozess auch immer vom Zufall beeinflusst wird.“ Tatsächlich macht seine Maschine die Wiederholung nahezu unmöglich – kalkulierbar ist eigentlich nur der Unikat-Charakter des fertigen Objektes. tp

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