Soapbottle

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Verpackung zum Wegwaschen
Etwa fünf Wochen brauchen wir, um ein Duschgel oder ein Shampoo aufzubrauchen. In konkreten Zahlen: Im Jahr leert jeder Bundesbürger elf Duschseifen und zehn Flaschen Shampoo – zusammengerechnet sind das 75.000 Tonnen Plastikmüll, die tausend olympische Swimmingpools füllen würden. „Warum ist ein Produkt, das wir gerade einmal ein paar Wochen benutzen, aus einem Material, das 400 Jahren braucht, um sich zu zersetzen?“ fragt Jonna Breitenhuber, die gerade ihren Master an der Universität der Künste Berlin gemacht hat. Ihre Arbeit sucht Alternativen zum Plastik in der Dusche.

Soapbottle ist ein Verpackungskonzept aus Seife für Seife, und macht damit den Inhalt zum Gefäß. Zum Öffnen wird der Seifenblock einfach an der Sollbruchstelle aufgeschnitten und die Tülle mit einem austauschbaren Metallclip verschlossen. Das mittige Loch dient zum Aufhängen, optional kann die Seifenflasche aber auch in einem formschlüssigen Schwämmchen abgestellt werden. Während des Gebrauchs schrumpft die Flasche mit. Was am Ende übrig bleibt, wird entweder als Handseife aufgebraucht oder mit einer Küchenreibe zerkleinert und mit Natron und Soda vermengt als Waschmittel weiterverwendet. Sauber! tp


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