Sunflower Enterprise

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Wer schon einmal geröstete Sonnenblumenkerne konsumiert hat, kennt den Effekt: Das Schälen scheint mehr Energie zu kosten, als der kleine Sonnenblumenkern selbst zu bieten hat; das Ding ist von der Natur ziemlich gut verpackt worden. Der Gestalter Thomas Vailly hat sich für das übrig bleibende Schalenhäufchen alternative Konzepte zur Biotonne überlegt – tatsächlich sieht er in den Resten der Sonnenblumenkulturen wertvolle Potentiale. Wo Biokraftstoff, Öl oder Saatgut angebaut und geerntet werden, da bleiben nach dem Pressen Fasern, Rinden und Schale als Agrarabfälle zurück. Aus den verschiedenen Rohstoffen der Pflanze hat er Materialien entwickelt, die miteinander kombiniert verwendet werden können.

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Die Fasern der Rinde werden zu Hartfaserplatten gepresst, während das Mark zu einem Zuschlag verarbeitet wird und als natürliche Alternative zu Polystyrol eingesetzt werden kann. Die nach dem Pressen verbliebenen Reste des Kerns werden auf Wasserbasis zu einem Klebstoff, der die Materialien als Binder zusammenhält. Aus den Kompositplatten können dann biologisch abbaubare Objekte produziert werden, die sonst aus Holz oder Kunststoff gefertigt würden. tp

Unterstützt wurde die Forschungsarbeit von Thomas Vailly durch die Luma Foundation und den Stimuleringsfonds creatieve industrie, die Serie entstand in Zusammenarbeit mit dem INRA/INP-ENSIACET-Labor

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