Thanks for the planets/sun

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Foto: Erik & Petra Hesmeg

Wellenschläger
Die Gestaltung einer Leuchte geschieht in der Regel von außen nach innen. Auf den Schirm folgen Sockel, Fuß und Kabel – erst am Ende kommt mit dem Einschrauben der Lampe Licht ins Spiel. Der in Rotterdam arbeitende Designer Arnout Meijer drehte beim Entwicklungsprozess seiner Leuchten den Prozess kurzerhand um. Er begann beim Licht und seinen Qualitäten und entwarf darum Objekte, die deshalb wohl aussehen wie die Korona selbst.

Kaum sichtbar sind im Zentrum und im äußeren Ring einer transparenten Kunststoffplatte Diodenbänder angebracht. Eingravierte Linien, die an den Ausbreitungsring einer Welle erinnern, leuchten im eingeschalteten Zustand als visuelles Echo auf. Dem Designer ging es dabei weniger um die Erhellung des Raumes als um die atmosphärische Wirkung des Lichtes. Die Farbtemperatur lässt sich an einem Regler dynamisch verändern, so dass zwischen warmem und kaltem Licht gewechselt werden kann. Während seine erste Serie, die auch durch ihre Namensgebung der Sonne gewidmet ist, ein Spektrum von Weiß bis Gelb abdeckt, ist die Planetenserie mit Nuancen zwischen Blau und Rot auf der Seite der kräftigen Farben. tp

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Haeberli