food storage

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Wo in der Küche werden Eier, Paprika und Milch eingeräumt? Wenn die Antwort hier Kühlschrank, Kühlschrank, Kühlschrank lautet, ist das nicht unbedingt falsch, vor allem aber ein Zeichen unserer Zeit. Früher war das anders. Vor Erfindung des Kühlschrankes haben die Vorstände eines Haushaltes ein strenges Regiment über verschiedene Temperatur- und Feuchtigkeitszonen geführt: Da gab es den Kartoffelkeller und mauernah unter dem Fenster installierte Kühlregale, Brottöpfe aus Ton und dunkle Gemüsekisten.
 
Das Designstudio Friday Project hat zuletzt ein Regal vorgestellt, das unserem Umgang mit Nahrungsmitteln Alternativen bietet. Es basiert auf der sogenannten Essenspyramide, der zufolge mehr Platz für die Dinge benötigt wird, die wir häufig konsumieren. Was nicht so oft hervorgeholt wird, erhält weniger Raum. Gleichzeitig orientiert sich das Regal an alten Organisations-Methoden: Gläser für Nudeln, Mehl und Gewürze, eine dunkle, doppelwandige Terrakotta-Kiste hält Gemüse frisch, und die Eier haben eine eigene Abteilung mit passenden Ablageförmchen. Da könnte man den Kühlschrank vielleicht sogar ausser Betrieb setzen. tp

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