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Matrix

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Designer: Tokujin Yoshioka, Hersteller: Kartell

Auf den Schultern von Giganten
Knapp zwei Jahre bevor Charles und Ray Eames ihren ikonischen Plastic Side Chair (1950) auf den Markt brachten, entwickelten sie die körpergerechte Sitzschale aus einem Metallgeflecht – das später unter dem Namen Wire Chair DKR ebenfalls in Produktion gelangte. Einen wesentlichen Einfluss hatte hierauf der junge Bildhauer Harry Bertoia, der im Büro der Eames tätig war und den Prototypen eigenhändig zusammenschweißte. Auch wenn seine Beteiligung an diesem Entwurf häufig vernachlässigt wird, konnte er sich ebenfalls 1950 mit seinem Diamond Chair für Knoll International einen Platz in der Designgeschichte sichern. Eine Brücke zu beiden Entwürfen schlägt nun der japanische Designer Tokujin Yoshioka mit seinem Stuhl Matrix für Kartell.

Die Vorbilder, hier: Diamond Chair
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„In den Fünfzigerjahren wurden Stühle aus Metalldraht gefertigt. Ich wollte dies mit heutiger Kunststofftechnologie umsetzen und das Design so nah wie möglich an die tragende Struktur heranführen“, erklärt der Tokioer Gestalter. Die Sitzschale ist aus zwei sich gegenseitig überlagernden Kunststoffgittern von jeweils vier Millimetern Stärke gefertigt. Im Zusammenspiel der beiden Ebenen entsteht eine stabile, leichte, lichtdurchlässige Struktur, die außerdem zu federn vermag. Das sowohl im Innen- wie Außenbereich einsetzbare Kunststoffmöbel wird von einem metallenen Sockel austariert und steht in den Farben schwarz, weiß und rot zur Auswahl. nk

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