Biodynamische Bürolandschaft: Firmenzentrale in Karlsruhe

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Text: Tim Berge, Foto: Nikolay Kazakov

Partner: Waldmann

Wie gestaltet ein Büroeinrichter, der sich tagtäglich mit der Zukunft des Arbeitens auseinandersetzt, seine eigenen Büroräume? In der neuen Zentrale des Karlsruher Unternehmens Feco-Feederle kommen selbstverständlich die eigenen Trennwandsysteme zum Einsatz. Sie bilden eine abwechslungsreiche Raumstruktur, die sich aus offenen und geschlossenen Bereichen zusammensetzt. Als idealer Partner der wohltuend offenen Bürolandschaft dienen Stehleuchten von Waldmann, die mit ihrer biodynamischen Ausleuchtung den biologischen Rhythmus der Mitarbeiter unterstützen.

Wie werden wir morgen arbeiten? Dieser Frage stellt sich Feco-Feederle seit mehreren Generationen und bietet seinen Kunden in seinem neuen Unternehmenssitz dazu gleich die passenden Antworten. Nicht nur die Ideenreich getauften Ausstellungsräume im Erd- und ersten Obergeschoss dienen der Inspiration – auch die 36 Arbeitsplätze der eigenen Mitarbeiter in der obersten Etage wurden als Begegnungsort und sogenanntes Himmelreich konzipiert. Hier können Besucher die Bürovision der Firma erleben, während in ihr gearbeitet wird. Bei der Planung der neuen Arbeitsplätze ging Feco-Feederle genauso vor wie bei einem seiner Kundenaufträge: Die zukünftigen Nutzer wurden mittels Workshops in die Entwicklung des Konzepts mit einbezogen. Ergänzend wurden die individuellen Anforderungen und Arbeitsprozesse der Mitarbeiter an ihre Arbeitsplätze analysiert. Daraus entwickelten die Planer eine perfekt auf die Bedürfnisse des Unternehmens abgestimmte Bürowelt.

Abgeschirmte Raumkapseln
Fünf Flächenmodule bilden die Grundlage des Bürokonzepts: Teamarbeit, Konzentration, Kommunikation, Meeting und Inspiration. Sie bieten eine abwechslungsreiche Raumabfolge, die den Mitarbeitern eine größtmögliche Offenheit bei der Gestaltung ihrer Arbeitsabläufe gewährleistet. Auf der Seite zum Innenhof, der die Büroräume mit Tageslicht versorgt, platzierten die Planer vier Thinktanks. Mit ihren abgerundeten Ecken sowie getönten und schallgedämmten Scheiben ermöglichen die Raumkapseln ein abgeschirmtes und konzentriertes Arbeiten. Überhaupt spielte Raumakustik eine entscheidende Rolle bei der Planung, schließlich sind Trennwandsysteme die Spezialität des Karlsruher Unternehmens: In ihrer neuen Zentrale konnten die Nachhallzeiten durch Schallschirme und Schallabsorber auf ein Minimum reduziert werden.

Zwischen den Thinktanks ordnete Feco-Feederle Steh-Besprechungsbereiche für spontane Meetings an und platzierte gemütliche Sitzbereiche und Inspirationszonen zum kurzzeitigen Entspannen: ein spannender Raummix, der den Nutzern ein Maximum an Abwechslung bietet. Je nach Bedarf können die Mitarbeiter innerhalb der vorgegebenen Struktur ihre Arbeitssituation den aktuellen Bedürfnissen anpassen. Aber auch der individuelle Platz bleibt variabel: Dafür sorgen das höhenverstellbare Steh-Sitz-Schreibtischsystem Tyde und die Bürodrehstuhlserien ID Chair und Headline von Vitra.

In Szene gesetzt
Neben der Raumorganisation und der Einrichtung ist es vor allem das übergeordnete Gestaltungskonzept, dass die Arbeitswelt von Feco-Feederle zu einer echten Bürolandschaft macht: Die Verbindung zur Natur ist allgegenwärtig. Bilder aus Themenwelten wie Wald, Luft, Wasser und Stadt finden sich als Wandmotive sowie in Farbgebungen, Bodenbelägen und Objekten wieder. Teppichboden und Wandfarbe wechseln, je nach Bereich, Farbe und Muster, und die Schallabsorber dienen als Leinwand für Aufnahmen aus der Natur. Die Planer erhoffen sich durch die visuelle Verbindung zur Natur eine sowohl anregende als auch beruhigende Wirkung auf die Mitarbeiter. Gleichzeitig betonen die Farben und Motive die unterschiedlichen Bereiche.

Stehleuchte Lavigo von Waldmann
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In seiner Komplexität wird die Gestaltung der Büros durch das Beleuchtungskonzept abgerundet: Alle Arbeitsplätze sind mit Lavigo-Stehleuchten von Waldmann ausgestattet. Ihr Lichtmanagementsystem Pulse VTL ermöglicht eine biodynamische Beleuchtung, die den biologischen Rhythmus der Mitarbeiter unterstützt. Die Leuchten simulieren durch Farbtemperatur und Beleuchtungsstärke im indirekten Lichtanteil den natürlichen Verlauf des Tageslichts. Die Stärke im direkten Lichtanteil kann der Nutzer seinen Anforderungen für die Beleuchtung entsprechend einstellen. Die Einstellungen werden von der Leuchte gespeichert und mit der Tageslichtsituation verknüpft. Wenn ein Mitarbeiter seinen Arbeitsplatz verlässt, schaltet sich die Leuchte von alleine aus. Damit stellt das Beleuchtungskonzept eine kluge Ergänzung der Einrichtungsvision dar, die den Mitarbeiter und sein Wohlempfinden in den Mittelpunkt rückt: Größtmögliche Offenheit und gleichzeitig Rückzugsmöglichkeiten werden hier geschickt und ideenreich in Szene gesetzt.

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