Ein Hotel zum Anbeißen: das Henrietta in London

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Text: Markus Hieke
Foto: Karel Balas

Der Buckingham Palace ist nichts gegen dieses Schmuckstück im Herzen der britischen Hauptstadt: Knapp eineinhalb Kilometer Luftlinie davon entfernt, atmet das Hotel in der Henrietta Street das Leben der eleganten Nachbarschaft ein – und verkörpert darin eine eigene Noblesse. In Form von Samt, Marmorstein, pudrigen Farben und gewagten Texturen.

Mit ihrem 2009 gegründeten Büro Chzon ist Dorothée Meilichzon aus Paris spezialisiert auf Hospitality-Projekte. Erkennbar wiederkehrendes Element vieler ihrer Arbeiten ist der Rundbogen – der auch im Londoner Henrietta Hotel mitspielt. Ob Bett, Nachttischleuchte, Badezimmerspiegel, Sessel, Türbogen: Überall taucht das Halbrund bis Rund auf und wird mit samtenen Bezügen in Apricot, Leuchten aus Messing, mosaikgemustertem Teppichboden, Marmordetails und dunkelblau gefärbten Wänden kombiniert – was in der Summe an eine Mischung aus Midcentury, Space Age und Postmoderne erinnert. „Meine erste Inspiration war die Straße selbst“, sagt die Designerin. In der Henrietta Street in Covent Garden seien alle Häuser traditionell, flach, aber mit vielen Dachformen und Fensterverzierungen. Initiiert wurde das Hotel von einem Kollektiv, das sich der kulinarischen Energie des Bezirks verschrieben hat.

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