Entspannen unter Tannen

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Text: Adeline Seidel

Partner: Brunner

Wer einen Kurzurlaub im Schwarzwald plant, kommt im Öschberghof unweit von Donaueschingen voll auf seine Kosten. Eingebettet in die Baarhochmulde, einer Hochebene zwischen Schwarzwald und Schwäbischer Alb, erweiterte das Architekturbüro Allmann Sattler Wappner in Zusammenarbeit mit den Innenarchitekten von JOI Design eine bestehende Hotel-Anlage zu einem 5-Sterne-Luxusressort.

Großzügige Fensterfronten geben den Blick frei auf die reizvolle Landschaft der Schwarzwaldhochebene – ob im Restaurant, in der Bibliothek, im Spa oder auf den Hotelzimmern. Einen stetigen Bezug zur Natur herzustellen und lichtdurchflutete Räume zu schaffen gehörten zu den wichtigsten Zielen des Umbaus.

Dörfliche Struktur
Typologisch erinnert der neue Öschberghof an ein Gehöft: Einzelne Häusergruppen mit Satteldächern verbinden sich zu einem harmonischen Anwesen. „Farblich wollten wir das Objekt in den Schwarzwald einbetten. Es sollte nicht das Gefühl entstehen, das Hotel sei ein Fremdkörper, sondern vielmehr ein Teil der Landschaft“, begründet Markus Allmann die Entscheidung, nur gedeckte Farben und natürliche Materialien für alle sichtbaren Gebäudeteile zu verwenden.

Umbau im laufenden Betrieb
Über sechs Jahre dauerten die Baumaßnahmen an und erweiterten das von einem Golfplatz umgebene Resort von 73 auf 126 Zimmer, die Fläche des Spas wurde auf 5.000 Quadratmeter verdoppelt. Ein neues Gourmetrestaurant sowie die Erweiterung auf einen 45-Loch-Golfplatz mit Driving Range, Akademie und Caddiehalle waren ebenfalls Teil der Umbauarbeiten. Alle Baumaßnahmen erfolgten bei laufendem Betrieb und mussten entsprechend umsichtig geplant werden – ein Kraftakt für Hotelleitung und Architekten.

Diesem farblichen Konzept folgten auch die Hamburger Innenarchitekten von JOI-Design: Vollholz-Eichendielen, Schurwolle und Naturteppiche in gedeckten Farben erzeugen den Grundton, der die Atmosphäre der Räume bestimmt. Elegante Akzente und Kontraste dazu setzen die – mitunter maßgefertigten – Möbel des Möbelherstellers Brunner.

Materialmix und Karosteppung
Dabei setzen die Innenarchitekten auf ausgesuchte Materialmixe: Im Restaurant wurden die Polstersessel fina club Ton in Ton gehalten, eine Kombination aus Leder und Velour verleiht ihnen eine markante wie elegante Erscheinung. Unterstrichen wird dies durch die Karosteppung an Außen- und Innenseiten. Damit man den Aufenthalt im Restaurant auch lange genießen kann, wurden die Sessel mit einer besonderen Komfortpolsterung ausgestattet. Und auch der Stapel-Reihenstuhl first class wurde für das Tagungszentrum mit einem besonders dicken Polster versehen

Allroundtalent im Hotel
Besonders bequem sitzt man neben dem Kamin in der Halle: Hier wählten die Innenarchitekten den Lounge-Sessel artemo mit einem warm-beigen Stoffbezug. Der Polstersessel crona kommt im Spa, am Empfang und im Arbeitsbereich zum Einsatz. Seine weiche, reduzierte Linienführung macht ihn zu einem wahren Allroundtalent im Hotel. Ein zweifarbiger Bezug und die große Auswahl an Stoffen und Ledern machte es den Innenarchitekten leicht, mit einem Möbelstück die unterschiedlichen Atmosphären im Öschberghof zu nuancieren und dabei die äußerst elegante wie charakterstarke Grundnote des Ressorts beizubehalten.

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