Have a nice trip

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Text: Anne Meyer-Gatermann, Foto: Erich Laignel

Designer: Karim Rashid, Partner: Villeroy & Boch Fliesen

Er gilt als Popstar der Designwelt: Karim Rashid hat schon mehr als 300 Designpreise erhalten, schwelgt in Farben und organischen Formen und betont, dass es ihm wichtig ist, "demokratisches Design" zu produzieren, das für alle erschwinglich ist.

Bezahlbar sind auch die Zimmer der Hotelkette Prizeotel, mit der Rashid exklusiv zusammenarbeitet. Auch für die kürzlich eröffnete Dependance der Hotelmarke in Hamburg St. Pauli, nur wenige Meter von der Reeperbahn entfernt, hat er das Interieur entworfen. Wer eintritt, gelangt in das irisierende Universum des gestalterischen Tausendsassas: Die Formen sind schwungvoll und organisch, getaucht in Königsblau, Lila, Türkis und Pink. Rashid – ein Schüler von Ettore Sottsass – schwelgt in psychedelischen Mustern, die er großzügig auf Wände und Böden ausbreitet.

Unter anderem auf Bodenkeramik, die eine Spezialanfertigung aus dem Haus Villeroy & Boch Fliesen sind: Die Dekorfliesen sind mit einem surrealen Pepitamuster in Blau versehen, das dreidimensional wirkt, sodass man das Gefühl bekommt, man schwebe über den Boden. Sie sind ein stimmiges Puzzleteil in Rashids Designwelt und bringen gleichzeitig die praktischen Vorzüge eines robusten und pflegeleichten Belags mit sich, die den Anforderungen eines Hotels besonders entgegenkommen.

Die Fliesen wurden in der Artefactur von Villeroy & Boch Fliesen angefertigt, die auf individuelles Fliesendesign spezialisiert ist. Auch Karim Rashids Visionen wurden hier Realität. Das raffinierte Muster der Bodenfliesen im St. Pauli Prizeotel hat er auch für die Teppichböden in den 257 Zimmern verwendet, hier in Türkis und Aubergine. Die Rautenformen, die auf dem Boden anklingen, greift Rashid für die Gestaltung der Wände auf, biegt sie in scheinbar elastische Netze und lässt sie tanzen, sodass sie an den Wänden eine Raumtiefe simulieren.

Das Mobiliar ist organisch und futuristisch geformt. Auch zeigt der Designer wieder deutlich, dass er sich vom Fundus der Sechzigerjahre inspirieren lässt. Das Interieur des Hotels ist auf Überwältigung angelegt. Eine Strategie, die in unmittelbarer Nähe zur Reeperbahn sicher klug gewählt ist.

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