Het Nieuwe Werken – Schöne Arbeit

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Text: Julia Bluth

Partner: WINI

Die Digitalisierung verändert die Arbeitswelt grundlegend: Flexibilität und Ortsunabhängigkeit gehören mehr und mehr zum Alltag. Im Vorreiterland Niederlande nennt sich diese Tendenz Het Nieuwe Werken – das neue Arbeiten – und wird bereits von vielen Unternehmen als selbstverständlich angesehen. Das unabhängige Forschungsinstitut Deltares in Delft ging noch einen Schritt weiter und ließ sich seine Büromöbel vom niedersächsischen Hersteller Wini für das neue Arbeiten maßschneidern.

In unmittelbarer Nähe zur Technischen Universität Delft entsteht seit 2012 der Wissenschafts- und Forschungsstandort Science Port Holland. Auch Deltares, spezialisiert auf die Entwicklung von Lösungen zum Gewässerschutz, hat hier erst kürzlich seine neue Zentrale bezogen und die Gelegenheit genutzt, sein Einrichtungskonzeptes konsequent zu erneuern.

Rundum anpassungsfähig
Der Auftrag des Forschungsinstitutes umfasste nicht nur die Erleichterung des flexiblen Arbeitens, sondern auch mehr Komfort durch elektromotorische Höhenverstellung, intelligente Kabelführung, akustische Abschirmung sowie justierbare Monitorhalterungen. Winis Antwort: der neue Duo-Arbeitsplatz, der alle Anforderungen erfüllt, indem er die Besonderheiten der modularen Tischsysteme Winea Pro und Winea Eco miteinander vereint. 

Duo ist ein ebenso kompakter wie ergonomischer Doppelarbeitsplatz mit energieeffizientem, kaum hörbarem Motor zur Höhenjustierung sowie einem abschirmendem Akustikpaneel der Serie Winea Sinus. Praktische Eigenschaften des individuellen Systems sind zum einen die speziellen Kabeldurchlässe für optimiertes Kabelmanagement, der Kabelkanal und die integrierten Mehrfachsteckdosen. Zum anderen die gut erreichbaren USB-Anschlüsse und Lademöglichkeiten sowie die unkomplizierte Anbindungsmöglichkeit wahlweise einfacher oder doppelter Monitortragarme.

Gelungenes Gesamtbild

Von außen erinnert der vom Delfter Architekturbüro Jeanne Dekker entworfene, CO2-neutrale Neubau an einen  gigantischen Tetrapoden mit in alle Himmelsrichtungen ausgerichteten Fassadenflächen. Durchgehende Fenster ermöglichen passive Solarnutzung und lassen viel Licht in die Innenräume fallen. Die reflektierenden Fassadenbänder dienen der natürlichen Verschattung und verleihen dem Entwurf etwas Fließendes. Angelehnt an diese dynamische Architektur fertigte Wini einen Besprechungstisch in ähnlich tripodialer Form, der eine großzügige Fläche für Konferenzen bietet und die Inneneinrichtung abrundet. 
Im Ganzen überzeugt das Einrichtungskonzpet nicht nur durch seine außergewöhnliche Flexibilität, sondern auch durch seine reduzierte Formensprache, die sich dezent in die geschwungenen, hellen Räume einfügt – alles in allem eine rundum gelungene Mischung aus Architektur und Interior. Hier hat ein Unternehmen viel Intelligenz bewiesen und seinen Mitarbeitern ein Arbeitsumfeld geschaffen, das sich an sie anpasst – nicht umgekehrt. Wer möchte da noch ins Homeoffice ausweichen?

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