Neobarock im Rampenlicht

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Text: Anne Meyer-Gatermann, Foto: Mathis Beutel und Stefanie Bomhoff

Partner: rutec

Pausbackige Engel, vergoldetes Dekor und ein imposantes Gewölbe – die Wallfahrtskirche St. Anna in Altötting geizt nicht mit Ihren Reizen. Damit diese auch angemessen zur Geltung kommen, wurde die Basilika im Zuge ihrer Sanierung mit einem neuen Lichtkonzept ausgestattet.

Im Stil des Neobarock vor 100 Jahren errichtet, gilt St. Anna in Altötting als die größte im 20. Jahrhundert in Deutschland gebaute Kirche. Sie ist 83 Meter lang, 24 Meter hoch, hat eine Gewölbebreite von 27 Metern und bietet 8.000 Menschen Platz. Das großzügige Kirchenschiff setzt auf Überwältigung.

Dazu trägt jetzt die passende Beleuchtung bei: Der Chor und der reich verzierte Hauptaltar erstrahlen im neuen Licht, die LED-Strips des Herstellers Rutec in Szene setzen. Verwendet wurden die Produkte VARDAflex Double in kalter und warmweißer Lichtfarbe.

Auf dem Sims der Altarkuppel sind zwei LED-Linien mit mehreren Aluminiumprofilen angebracht worden, die das imposante Volumen des Chors ausleuchten. Eine Linie hat eine Lichtfarbe von 2.700 Kelvin, die andere von 4.000 Kelvin. Eine Lichtausbeute von 1.400 Lumen pro Meter lässt die Kuppel und ihre Deckenmalerei erstrahlen. Es können sowohl ein warmes als auch ein helles sachlicheres Licht sowie Zwischentöne eingestellt werden.

Foto: Stefanie Bomhoff

Damit nichts die sakrale Ausstrahlung stört, muss jede LED perfekt sitzen. Als Produkte eignen sich für diese Anforderungen beispielsweise VARDAflex Single, weil jede einzelne LED getrennt werden kann oder die Serie VARDAflex Quantum, deren Chips besonders leistungsstark sind. Auch das Lichtband VARDAflex Superior ist wegen seiner Farbwiedergabe von CRI 98 (Farbwiedergabeindex) eine gute Wahl für die Ausleuchtung hoher Räume.

Einst hatte der Architekt Johann Baptist Schock die Basilika in Anlehnung an die Fassade der Klosterkirche von Fürstenwald entworfen. Die Wallfahrtskirche sollte die Pilgerströme der Region auffangen. Nach zweieinhalb Jahren Bauzeit wurde sie im Oktober 1912 geweiht. Die jetzige Sanierung hat eineinhalb Jahre lang gedauert und wurde durch Spenden finanziert. Es befinden sich zwölf Seitenaltäre und ein Hochaltar in dem dreischiffigen Bau. Die Basilika bewahrt die Fußreliquie des heiligen Kapuzinermönchs Konrad von Parzham auf, der im benachbarten St. Anna-Kloster Pförtner war. Das passt gut zur Funktion als Wallfahrtskirche, denn während die Pilger dem Knöchel des Mönchs huldigen, können sie den eigenen Füßen etwas Ruhe gönnen.

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