Oase der Ordnung: Architekten mögen's minimal

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Text: Jeanette Kunsmann

Partner: USM

Mit USM lässt es sich sehr gut arbeiten, aber auch ebenso gut wohnen. Dass Minimalisten aus aller Welt den Designklassiker aus der Schweiz zu schätzen wissen, liegt an seiner unglaublichen Effizienz, der Flexibilität sowie höchster Qualität in Material und Verarbeitung. Ein Architektenpaar aus Brooklyn öffnet die Tür zu seiner Oase der Ordnung. Willkommen im White Cube!

Ed Parker und seine Frau Barbara erfüllen sicher nicht alle Architektenklischees – ein paar aber schon: So wohnen die New Yorker Architekten eigentlich in einer Schwarz-Weiß-Skizze: Ihr Zuhause erinnert an einen White Cube, in dem schwarze Möbel einen Kontrapunkt setzen. Auch ist die Einrichtung so minimal, wie sie nur sein kann. Und die Mischung aus bewährten Klassikern und ausgewählten Stücken verleiht der Möblierung ihre Eigenheit. Sauber ist es hier, und ordentlich. Allein das Bücherchaos in der Wandvitrine beruht auf einer Architektur ohne System: ein zufälliges Bild aus wild gestapelten Büchern, das relativ prominent ausgestellt wird. Ganz im Gegensatz zu Geschirr und Minibar. Diese verschwinden in den Unterschränken eines Sideboards von USM Haller.

Park Slope ist für die Parkers ein Rückzugsort in Brooklyn. Foto: USM
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Leben im Weißraum
Die Wohnung der Parkers war ein Glücksgriff. Nach langer Suche entdeckten sie endlich ihr neues Zuhause – beide wussten sofort, dass sie in dem Apartment in Park Slope, einem Viertel von Brooklyn wohnen wollten. „Die lange, schmale Form der Wohnung erwies sich als schwierig, aber einige Originaldetails aus dem neunzehnten Jahrhundert machten das wieder wett“, erzählt Ed Parker. Neben den wunderschönen Stuckleisten ist die Wohnung außerdem voller Tageslicht. Kein Nachbargebäude versperrt den Blick, aus den Fenstern sieht man auf eine Gasse.

Das Licht war vielleicht auch der ausschlaggebende Grund für den Weißraum, vielleicht hätten die Architekten eine dunkle Wohnung aber ebenso weiß gestaltet. Barbara und Ed Parker schätzen die räumliche Qualität eines komplett weißen Interieurs. „Da sieht man auch, wie sich das Licht verändert“, sagt Parker. „Wenn man in der Architektur einen weißen Hintergrund hat, wird Licht sehr viel wichtiger, schöner und wirkungsvoller.“

Minimalisten aus Überzeugung
Wer weiß wohnen will, braucht Kontraste. Das Gleiche gilt für eine ausgeglichene Mischung alter und neuer Möbel – minimalistisches Wohnen bedeutet schließlich vor allem: Stauraum. Und wenn dieser nicht in Wandschränken und anderen Nischen eingeplant ist, muss eben ein passendes Systemmöbel her. Die umfangreiche Plattensammlung der Parkers hat ihren Platz in einem Sideboard-Triptychon von USM Haller gefunden. Die drei Einheiten in Reinweiß passen zu den hellen Räumen, bilden aber gleichzeitig mit ihren modernen, klaren Linien einen guten Kontrast zu den Stuckleisten. „Da hat man diese alte Bausubstanz und dann diese klare, nagelneue und wunderschöne abstrakte Hülle von USM, und die vermittelt die Wärme der Dinge, mit denen wir leben“, meinen Ed und Barbara Parker.

Glücklich im Weißraum: Barbara und Ed Parker, Foto: USM
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Die beiden sind Minimalisten aus Überzeugung: Jeder Gegenstand in der weiß gehaltenen Wohnung ist ihnen wichtig, und wenn ein Objekt hinzukommt, muss ein anderes weichen. Auf diese Weise gelingt es dem Architektenpaar – er ist einer der fünf Chefs im New Yorker Büro von 1100 Architect, sie arbeitet als Architektin bei Perkins Eastman Architects –, dass sich in seiner ruhigen Oase niemals Unordnung ausbreiten kann.

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