Unter Freunden: Zwei Wohnhochhäuser in München

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Text: Tim Berge

Partner: Bette

Weil Städte dichter besiedelt werden und Fläche zu einem wertvollen Gut geworden ist, entwickeln sich neue Wohnmodelle. Genau wie bei Autos und Fahrrädern ist Sharing das Stichwort – mal mehr, mal weniger radikal. Ein aktuelles Beispiel dafür liefern zwei Wohnhochhäuser in München mit dem Namen Friends. Hier werden nicht nur die Dachterrassen und das Fitnessstudio geteilt – in der gemeinschaftlichen Kitchenlounge können die Bewohner Freunde und Familie bekochen.  
 
Die Fassade aus gefalteten Erkern, deren Anzahl nach oben hin zunimmt, macht die beiden 53 Meter hohen Türme schon aus der Ferne gut erkennbar. Das rhythmische Vor- und Zurückspringen der geschosshohen Fensterelemente kreiert eine einzigartige Plastizität mit reliefartiger Wirkung. Das Architekturbüro Allmann Sattler Wappner folgte bei der Konzeption der Fassade aber nicht nur einem gestalterischen Motiv, sondern erkannte einen räumlichen Mehrwert der erkerartigen Austritte für die Bewohner: Anstellte eines klassischen Geradeaus-Ausblicks bietet die Faltung ein weites Panorama und eine Vielzahl unterschiedlicher Sichtbezüge zur umgebenden Stadt und der Natur um München herum.

Schnitt Südturm
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Ausgelagerte Küche
Der architektonische Anspruch setzt sich auch im Gebäudeinneren fort, wobei die Wohnvision der Friends-Türme eine andere Richtung einschlägt als andere, vergleichbare Projekte. Die Architekten ordneten Bad, Küche und Ankleide in einem Cube-System an, um den herum sich die Wohnbereiche gruppieren, die ohne Raumverlust ineinander übergehen. Zusätzliche Funktionen, wie Außenbereiche, Fitness oder die Möglichkeit eines repräsentativen Empfangs lagerten die Planer aus. Neben zwei Dachterrassen im jeweils 15. Stockwerk der beiden Hochhäuser bietet sich den Bewohnern die Möglichkeit, das hauseigene Fitnessstudio zu besuchen oder die sogenannte Kitchenlounge für private Anlässe zu buchen. Für die Nutzer der kleinen Apartments bietet sich hier die Option größere Gruppen zu bekochen. Eine effiziente und zukunftsweisende Überlagerung von privatem und öffentlichem Raum.

30 Duschlösungen
Der Fokus auf Effizienz und Qualität spielte auch bei der Einrichtung der Bäder eine entscheidende Rolle. Für die 260 Duschen der beiden Türme wurden bodenebene Lösungen gesucht, wobei 30 unterschiedliche Grundrisse 30 unterschiedlich vermaßte Duschflächen erforderten. Aus Gründen der Langlebigkeit, des Schallschutzes und einer klugen Revisionslösung entschieden sich die Planer für den Email-Spezialisten Bette sowie sein Einbausystem Universal und die Duschfläche BetteFloor.

BetteFloor
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Die Materialeigenschaften von BetteFloor machen das Produkt zu einem der stabilsten und pflegeleichtesten seiner Art. Seine Robustheit hat zudem den Effekt, dass Wanddichtungen aus Silikon wesentlich länger halten, was nicht nur aus nachhaltiger, sondern auch aus hygienischer Sicht ein großer Vorteil ist. Und durch das Einbausystem Universal konnte Bette auch in Sachen Schallschutz, Abdichtung und Revisionsmöglichkeit auftrumpfen und den Planern ein langlebiges, und dadurch nachhaltiges Duschvergnügen versprechen. Die architekturintegrierten Badezimmerlösungen runden das innovative Wohnkonzept des Projekts gelungen ab, in dem Wohnen, Essen und Schlafen geschickt und raumsparend ineinandergreifen.

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