Special: Salone del Mobile 2015

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Text: Stephan Burkoff

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Die Möbelbranche ist ohne Zweifel in Bewegung. Nicht nur die schwierigen wirtschaftlichen Zeiten, auch neue Technologien und veränderte Konsumgewohnheiten fordern von den Herstellern Beweglichkeit und Transformation. Es sollen neue Märkte erschlossen werden, die Flagschiffe der Branche müssen sich vieler neuer Marktteilnehmer erwehren, der unendliche Fluss an Produkten muss geschickt zur Mündung, also dem Käufer, geleitet werden. Die Mailänder Möbelmesse Salone del Mobile 2015 wirkte daher an manchen Stellen wie ein Labor, in dem mit neuen Ingredienzen und Versuchsanordnungen experimentiert wurde. Alles neu macht der April?

Alte Bekannte
Nicht immer war bei diesem Jahrgang des Salone sofort ersichtlich, wer eigentlich angesprochen werden soll. Wenn zielgruppenorientierte Gestaltung und vor allem ein an immer spezifischeren Zielgruppen orientiertes Marketing zum Einsatz kommen, besteht die Gefahr von Missverständnissen. Es ist an manchen Stellen so, als träfe man einen alten Bekannten wieder, der plötzlich nur noch Japanisch spricht, oder Russisch oder Chinesisch. Man mag ihn dann vielleicht nicht weniger, und doch leidet erst mal das Verhältnis. Sich zu erneuern, ohne dabei alte Verbindungen zu kappen, scheint eine der Herausforderungen der Globalisierung zu sein.

Großes Hallo!
Wo dieses Jahr im Mailand die besten Geschichten erzählt, interessante Produkte und Installationen gezeigt wurden und ob diese das Zeug zu universellem Erfolg haben, erfahren Sie in diesem Special.

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