Licht und Schatten im Louvre Abu Dhabi

7

Partner: Artemide

Nach zehn Jahren Planung und Bauzeit hat der Louvre Abu Dhabi eröffnet – es ist das erste Museum auf der Insel Saadiyat. Der futuristische Bau von Jean Nouvel interpretiert Elemente der arabischen Architektur. Das Resultat ist ein surreales Spiel aus Licht und Schatten.

Das Museum ist einer Medina, einer arabischen Altstadt, nachempfunden. Die Ausstellungsräume, Foyers und Restaurants sind in 55 weißen Kuben untergebracht, die ein Gewirr aus Gassen, Plätzen und Wasserbecken bilden. Große Lichttupfer überziehen Boden, Wände und Besucher. Je nach Tageszeit sind sie mal mehr, mal weniger bis sie bei Sonnenuntergang ganz verschwunden sind.

Das surreale Spiel aus Licht und Schatten wird durch eine 180 Meter offen gespannte Kuppel generiert. Sie besteht aus einem Stahlstreifengeflecht, das orientalische Muster nachbildend sich wie ein zweiter Himmel über den Louvre Abu Dhabi spannt und die darunterliegende „Altstadt“ mit schimmernden Reflexen füllt.

Cata TIR von Artemide
2

In den Ausstellungsräumen hingegen ist von dem Lichtregen nichts zu spüren. Um hier den wechselnden Lichtverhältnissen entgegen zu wirken, bezog Jean Nouvel Artemide in die Planung ein. „Wir mussten eine Lösung schaffen, die das variable Verhältnis von Licht und Schatten auszubalancieren vermag, abgestimmt auf den Tageslichtanteil einen exakt definierten Lichtstrom auf die Exponate erzeugt und sich dazu unauffällig in die Deckenkonstruktion der Ausstellungsräume einfügt“, erinnerst sich Carlotta de Bevilacqua, Vizepräsidentin des italienischen Unternehmens. „Und die Lösung offenbarte der Strahler Cata.“

Für dessen Steuerung im Louvre Abu Dhabi entwickelte Artemide ein spezielles System, durch das sich jeder einzelne Strahler mit der Optikeinheit Cata TIR auf die von Sensoren erfasste aktuelle Lichtsituation einstellt. Dabei werden Farbe, Lichtstrom und Farbwiedergabe immer wieder neu reguliert. Je nach Tageszeit erscheinen die Exponate in einem immer neuen Licht – nicht gesprenkelt surreal, sondern präzise und beständig.

Weitere Artikel 13 - 25 von 27 Museum Voorlinden: Irrgarten für die Sonne Cafe Aalto: Silhouette in Seoul Schauspielschule Ernst Busch: Grosses Theater    Paris: Balenciaga zeigt Balance Eine Bühne für Blumen Drei Scheiben für Düsseldorf Peterchens Mondfahrt: Kinderklinik in Madrid James Turrell: Leuchten im Berg Rhythmische Eleganz in Hainan Gezeichnete Lichtarchitektur Fahrstuhl-Kunst: Erleuchtung in Linz Die fünfte Fassade und der dritte Lehrer

Exklusive Interviews mit Newcomern und internationalen Stars der Design- und Architekturwelt.