Termine

16.09.2018 – 06.01.2019
Herford | Marta Herford

Kreaturen nach Maß

Tiere und Gegenwartsdesign

Wir essen sie, wir streicheln sie und wir gehen mit ihnen spazieren: Die Beziehung zwischen Mensch und Tier offenbart allzu ein gestörtes Verhältnis. Im Marta Herford begeben sich Protagonisten aus Design und Kunst auf die Suche nach Szenarien, wie Tiere und Menschen zukünftig im Einklang miteinander leben könnten. Zugleich gestalten sie Produkte für Tiere und forschen nach Möglichkeiten, tierische Rohstoffe und sogar das Tier selbst zu ersetzen.

Mit Objekten und Werken von: Martin Avila, BLESS, Melanie Bonajo, The Center for Genomic Gastronomy, Center for PostNatural History, Marcus Coates / Volker Sommer, Thalia De Jong, Aleksandra Domanović, Konstantin Grcic, Christine Herdin / Katharina Wahl, Kurzgesagt – In a Nutshell, Silvia Knüppel, Max Kosoric / Sanne Pawelzyk, Dietrich Luft, Christien Meindertsma, Next Nature Network, Ana Rajcevic, Veronica Ranner, Peter Schäfer, Johanna Schmeer, Susana Soares, Sputniko, threeASFOUR, Thomas Thwaites, Marije Vogelzang, Chris Woebken, Pinar Yoldas

Bild: Konstantin Grcic: Paramount, 2012, commissioned by Architecture for Dogs © Der Künstler, Foto: Hiroshi Yoda

marta-herford.de

17.08.2018 – 21.09.2018
Dortmund | Sckellstraße 12

Schwimmen in Geld

Private Hallenbäder des deutschen Wirtschaftswunders

Welch ein Luxus, wenn man zum Baden in den Keller gehen kann: Mit der Ausstellung Schwimmen in Geld – private Hallenbäder des deutschen Wirtschaftswunders widmet sich Richard Schmalöer einer schwindenen Typologie. 13 Jahre lang hat der Dortmunder Architekt private Hallenbäder im Ruhrgebiet aus der Zeit des Wiederaufbaus fotografiert. Passend, dass auch der Ausstellungsort in dem Einfamilienhaus selbst einmal ein Schwimmbad war – heute dienen die Räume des 1966 gebauten, unterirdischen Schwimmbades des Architekten Wilhelm Menne als Veranstaltungsraum. Begleitet wird die Fotoserie von einer Klanginstallationen. Noch bis zum 21. September 2018 in der Sckellstraße 12, Dortmund.

Foto: Ralf Dördelmann

www.bigbeautifulbuildings.de

18.06.2018 – 23.09.2018
London | Serpentine Lake, Hyde Park

Christo & Jeanne-Claude

The London Mastaba

Ein Monument auf Zeit ist „The London Mastaba“ von Christo: Die einem mesopotanischen Grabbau nachempfundene Skulptur besteht aus 7.506 bemalten und horizontal gestapelten Ölfässern, die auf dem Serpentine Lake im Hydepark schwimmen. Das Werk, das 20 Meter hoch, 30 Meter breit und 40 Meter lang ist, bietet einen Vorgeschmack auf eine von Christo und seiner verstorbenen Frau Jeanne-Claude seit 1977 geplante Mastaba in der Wüste nahe Abu Dhabis, die mit 410.000 Fässern die Pyramiden von Gizeh überragen soll. Das Projekt in London ist noch bis zum 23. September parallel zu der Ausstellung „Christo and Jeanne-Claude: Barrels and The Mastaba 1958–2018“ in der Serpentine Gallery zu sehen.

Christo and Jeanne-Claude: The London Mastaba, Serpentine Lake, Hyde Park, 2016-18 Photo: Wolfgang Volz © 2018 Christo

www.serpentinegalleries.org

09.06.2018 – 28.10.2018
Baden-Baden | Museum Frieder Burda

James Turrell

The Substance of Light

In „The Substance of Light“ präsentiert das Museum Frieder Burda eine in enger Zusammenarbeit mit dem Künstler James Turrell konzipierte Werkschau, die sein Schaffen aus über fünf Jahrzehnten zusammenfasst. Das Werk entsteht in der Wahrnehmung des Zuschauers, die so geschärft wird, dass er, so Turrell, „sein eigenes Sehen sehen kann“. Entgrenzt wirkende Räume, das Langzeitprojekt „Roden Crater“ in der Wüste Arizonas sowie weitere Lichtarbeiten, teils selten ausgestellte Konstruktionen und neue, noch nie gezeigte Arbeiten machen den Besuch zur magischen Erfahrung.

James Turrell, Ganzfeld Apani, Museum Frieder Burda, 2018 © James Turrell, Foto: Florian Holzherr

www.museum-frieder-burda.de

08.06.2018 – 14.10.2018
Weil am Rhein | Vitra Design Museum

Ron Arad

Yes to the Uncommon!

Eine Stereoanlage aus Beton, ein Autositz als Sessel: Der Industriedesigner und Architekt Ron Arad hat sich mit radikalen Entwürfen einen Namen gemacht. Das Vitra Design Museum in Weil am Rhein zeigt jetzt eine Auswahl seiner Arbeiten unter dem Titel „Ron Arad: Yes to the Uncommon!“ Neben den radikalen Stücken können die Besucher anhand der Exponate nachvollziehen, wie unkonventionelle Entwürfe in die Serie übertragen wurden und auch überraschend funktionale Details entdecken. Ein Höhepunkt ist, dass erstmals seit den Neunzigerjahren die restaurierte Maschine „Sticks and Stones“ (1987) wieder in Betrieb genommen wird: Die Maschine frisst Stühle und Objekte aus Metall und spuckt sie in Kuben gepresst wieder aus.

Ron Arad auf dem Sessel Big Heavy (1989), im Hintergrund der Rietveld Chair (1990) und der Stuhl Little Heavy (1989), © Vitra Archiv

www.design-museum.de

31.05.2018 – 28.10.2018
Bonn | Bundeskunsthalle Bonn

The Playground Project

Outdoor & Indoor

Auf dem Vorplatz warten der Wasserpavillon von Jeppe Hein und die spiegelnden Tischtennisplatten von Rirkrit Tiravanija, Christian Jankowski hat eine Karaoke Bar eingerichtet und Carsten Höller lässt die Besucher vom Dach der Bonner Bundeskunsthalle rutschen. „Die Absichten des Künstlers werden überbewertet“, wusste schon der 2002 verstorbene Michel Majerus, dessen überdimensionale Skaterrampe nicht nur Kunstliebhaber nach Bonn locken wird.

Carsten Höller: Bonner Rutschbahn, 2018, Edelstahl, Polykarbonat, Starthöhe ca. 13,60 Meter, Länge der Bahn ca. 35 Meter, Foto: Laurin Schmid, © Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland GmbH

www.bundeskunsthalle.de

18.05.2018 – 14.10.2018
Krefeld | Kaiser Wilhelm Museum

Von der Idee zur Form

Dialoge zwischen Design und Handwerk

Die Ausstellung „Von der Idee zur Form: Dialoge zwischen Design und Handwerk“ im Krefelder Kaiser Wilhelm Museum zeigt Stücke der umfangreichen Schenkung, die das Haus von den Handwerkern und Herstellern Bruno Domeau und Philippe Pérès erhalten hat. Das Duo ist bekannt für seine kreative Zusammenarbeit mit Designern wie Ronan & Erwan Bouroullec, Christophe Pillet oder Matali Crasset. Gezeigt werden auch erste Skizzen und Prototypen. Außerdem zu sehen: Das „Garten-Ei“ von Peter Ghyczy – auch dies wurde dem Museum jüngst geschenkt.

Fotos: Peter Ghyczy, Garden Egg Chair, 1968 © Kaiser Wilhelm Museum, Krefeld

www.kunstmuseenkrefeld.de

Portraits, Hintergrundberichte und Reportagen zum Zeitgeschehen im Designbereich.