Special: Japanismus

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Text: Stephan Burkoff

Kürzlich hat mir eine japanische Kollegin versichert, dass es die Japaner nicht allzu wichtig nehmen, was im Rest der Welt passiert. Der Inselstaat hat schon immer auf seine Eigenständigkeit und Unabhängigkeit gepocht. Produkte wurden stets zunächst für den eigenen Markt konzipiert, die Kultur nach außen geschützt und Probleme auf eigene Art gelöst. Nicht, dass Japan dadurch im globalen Wettbewerb zurückgeblieben wäre. Über die Jahrhunderte hat das Land im fernen Osten stets seine starke Position gewahrt und war viele Jahre die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt hinter den USA. Und das hat seinen Grund.

Für uns Europäer gleicht die japanische Identität einer Chiffre, die so fremd und zugleich so vertraut erscheint und faszinierend ist wie das Wesen kaum einer anderen Nation. In Produkte, Architektur, Mode und Technologie übersetzt, wird sie von kreativen Persönlichkeiten in die Welt getragen – und freudig aufgenommen. Ihre schlichte Ästhetik, formale Intelligenz, Materialität und oftmals unerreichte handwerliche Perfektion berührt unsere Sinne. Einige besondere, weniger bekannte Persönlichkeiten, Projekte und Produkte haben wir deshalb in diesem ganz und gar japanischen Special für Sie zusammengefasst.

Irgendwie wären wir doch alle gern mal Japaner. In diesem Sinne: Japanismus!

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