Special: Light + Building 2016

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Text: Stephan Burkoff

Die Licht- und Steuerungstechnik-Messe Light + Building führt vor, wohin sich die Technologie einer der innovativsten Branchen entwickelt. Allerdings ist diese Entwicklung mitnichten linear. Das Ding sucht seine Form. Die Digitalisierung ihren Sinn. Von Hightech und Träumen aus Frankfurt in unserem Licht-Special.

Schon bei den vergangenen Ausgaben hatte es auf der Light + Building in den Frankfurter Messehallen Abenteuerliches zu sehen gegeben. Ein von fast allen formalen Zwängen befreites Leuchtendesign fördert Formen und Konzepte zutage, die oftmals ratlos stimmen. Die neuen, mit der LED-Technik einhergehenden Möglichkeiten überfordern offenbar die bisherigen Design-Denkweisen. Zu ingenieurhaft die einen Ansätze, zu verspielt die anderen. Die LED bleibt ein Traumrealisator. Doch nicht alle Träume müssen wahr werden.

Ohne Zweifel ist die LED eine Offenbarung für unsere vom Licht abhängige Welt. Energieeffizienz, Lichtausbeute, gestalterische Möglichkeiten: längst nicht ausgeschöpft, und das ist vielleicht das Problem. Die Industrie befindet sich gewissermaßen in der Pubertät. Wir alle wissen ein Lied davon zu singen, wie unentschlossen und gleichzeitig verbissen diese Zeit sein kann.

Deshalb ist die Technologie unserer Zeit stets nur als Zwischenstand zu begreifen. Auch wenn neben KNX eine Vielzahl neuer Steuerungstechnologien gezeigt werden, Leuchten per App bedient, vernetzt über WLAN, mit oder ohne eigenes Gehirn und sensible Sensoren. Das ist das, was die Branche von anderen unterscheidet. Auf der Light + Building werden echte Innovationen gezeigt. Welche diese sind, erfahren Sie in unserem Special zu einer Messe, die alle zwei Jahre vorführt, was möglich ist. Was davon dann wirklich gebraucht wird, muss der Konsument entscheiden.

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