Special: Salone del Mobile 2016

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Text: Stephan Burkoff

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Man mag es begrüßen oder nicht, aber der Salone del Mobile ist mit seiner 55. Ausgabe etwas erwachsener geworden. Waren es bisher die größere Freiheit, der Wagemut, die brillanteren Installationen, die die Messe insgesamt von ihren Wettbewerbern unterschied, kam dieses Jahr sprichwörtliche Geschäftigkeit ins Spiel. Das Design scheint entmachtet, da helfen keine Proteste.

Der Salone del Mobile und seine Rahmenveranstaltungen bleiben das internationalste und wichtigste Event der Möbelbranche. Anders als in Köln lag der Fokus hier bisher allerdings weniger auf dem Produkt als auf der Marke. Und das scheint sich etwas geändert zu haben. Große Risiken gehen, bis auf wenige Ausnahmen, nur noch jene Unternehmen ein, die auf dem Möbelmarkt gar nichts anzubieten haben; von der Automobil- und Luxusgüterindustrie über Modemarken bis hin zu Internetfirmen.

Die anderen hingegen fokussieren sich größtenteils und expliziter denn je auf das Produkt. In windigen Zeiten lässt sich eben mit guter Presse kein Geld verdienen, mit saftigen Ordern hingegen schon. Nach wie vor wird dafür vor allem auf die bekannten Designer gesetzt. Wie in den vergangenen Jahren waren einige der wenigen auf wirklich jedem zweiten Stand mit neuen Entwürfen vertreten – dass diese Lotterie oft nicht zu Treffern führt, gehört zum Leidwesen der Gestalter.

Natürlich gab es auch aufsehenerregende Konzepte und sensationelle Entwürfe zu sehen. Die tollste Installation, das schönste Produkt, die schlaueste Idee? Das bleibt Ihnen überlassen. Über unsere Eindrücke lesen Sie in diesem Special.

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