Best of: Papierleuchten

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Text: Judith Jenner

„Feuer soll man nicht in Papier einhüllen“, so lautet ein Sprichwort aus China. Leuchten aber schon, finden wir zumindest. Denn so geben sie ein wunderbar sanftes Licht ab. Und: In welchem Kinderzimmer der achtziger Jahre hing sie nicht: die Japankugel? Der runde Schirm aus Reispapier tauchte das Leben in ein diffuses Licht und hielt trotz seines fragilen Materials ziemlich lange. Bekam er doch mal einen Riss, wurde er durch das nächste Billig-Modell ersetzt.

Dabei ist das Gestalten von Papierleuchten eine echte Kunst, die in Asien schon seit dem 10. Jahrhundert praktiziert wird. Seitdem inspirierte sie Generationen von Gestaltern, zum Beispiel den japanisch-amerikanischen Designer Isamu Noguchi. Er entwarf 1951 seine Akari-Kollektion und wird mit den Worten zitiert: „Das Licht einer Akari leuchtet wie das Licht der Sonne, das durch ein Shōji-Papier gefiltert wird. Die Magie des Papiers verwandelt die kühle Elektrizität zurück ins ewige Licht der Sonne. Damit ihre Wärme auch in der Nacht weiter unsere Räume füllen kann.“ Somit ist alles gesagt.

Mehr in Papier gehüllte Sonnen finden Sie in der Bildergalerie über diesem Text.

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