Maison & Objet Herbst 2018

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Text: Markus Hieke

Zweimal pro Jahr versorgt die Maison & Objet den Markt mit frischen Designobjekten, zweimal Wirbel um alles, was zwischen Bad und Wohnzimmer das Zuhause ausstattet. Dabei wirkt diese Messe wie alles Andere als die treibende Kraft.

Hinein in die heile Kuschelwelt: gedeckte Farben, Pastellgelb, -rosa, -blau oder -grün, überraschend viel Schwarz, kräftig warm leuchtendes Rot, schmeichelhafte Oberflächen und Accessoires und Leuchten von Minimalismus bis Pop. Eigentlich kann ein Versuch, auf einer Messe wie der Maison & Objet plausible Trends aufzuspüren, nur scheitern. Ist es der eigene Fokus oder doch eine tatsächliche Ausprägung im Markt, die zur Erkenntnis von Übereinstimmungen in verschiedenen Punkten führt? Und wird wohl die folgende Ausgabe im Januar an die Entwürfe von heute anknüpfen? Mit Sicherheit: Ja. Wahrscheinlich auch: Nein. Denn letztlich sind Trends nicht mehr als eine subjektive Verallgemeinerung – und Brennholz für eine zweifelhafte Temposteigerung in punkto Konsum. Dennoch lassen sich in Paris zumindest Parallelen finden.

Anders als andere Designmessen wirkt die Pariser Messe friedvoll, entspannt, geradezu überschaubar. Wer kleine Traditions- und Handwerksbetriebe treffen will, findet sie hier genauso wie die ganz großen Namen. Beginner genauso wie Etablierte. Fast alle aber wirken hier, als seien sie unbeeindruckt vom großen Hunger nach Neuheiten. Was auch daran liegen mag, dass die Abstände zwischen den Produkt-Launches mittlerweile immer kürzer werden. Immerhin hat fast jede größere europäische Metropole ihre eigene Design Week und/oder Designmesse: Köln (der Auftakt des Jahres), Stockholm (der skandinavische Purist), Mailand (der Gigant und die Mutter aller Design Weeks), Paris (die Charismatische), London (für Leute, die es intellektueller mögen) oder Wien (die traditionelle Avantgarde). Selbst kleinere Städte laden zum Fest: Eindhoven, Langenthal oder Łódź. Nur Berlin bleibt hoffnungslos.

Die schönsten Entdeckungen der zweiten Maison & Objet 2018 möchten wir Ihnen nicht vorenthalten – vor allem, weil es überwiegend Dinge sind, die auf kurzfristige Effekthascherei verzichten.

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