Moby Store

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Text: Stephan Burkoff, 06.02.2018

Die schwedischen Entrepreneure Maria De La Croix und Tomas Mazetti haben sich etwas Neues ausgedacht: den selbstfahrenden Supermarkt. Ihr Konzept Moby, ein 24/7-h-Supermarkt auf Rädern, braucht keine Angestellten, keine Kasse und kein eigenes Lager. Er fährt autonom auf unseren Straßen und, wenn wir wollen, direkt vor unsere Tür.

Wie bei den Kaffee-Fahrrädern, die Maria De La Croix mit ihrer Firma Wheely als Letztes erfolgreich auf dem Markt platziert hat, ist die Idee dahinter aber weitaus weniger kommerziell, als man denken würde. „Ich möchte, dass Familien oder andere Gemeinschaften die Läden kaufen, sodass es nicht zu einem Konzern wird, der alle Läden in der Welt besitzt“, sagt Mazetti in einem Interview. „Anstatt in einem Lager für Amazon zu arbeiten, kannst du dein eigenes kleines Geschäft besitzen.“

Und wie funktioniert Moby? Über eine App kann man das rollende Lädchen nach Hause bestellen – angeblich auch in abgelegene Viertel oder gar ländliche Regionen. Die Tür öffnet sich per Smartphone; alles, was man einscannt, wird direkt von der Kreditkarte abgebucht und steht am Ende als Tüte zum Mitnehmen bereit. Der Kleinstladen soll frische Lebensmittel und andere Dinge des täglichen Bedarfs vorrätig haben. Wenn etwas anderes gewünscht wird, kann man es bestellen: Die Pakete stehen dann beim nächsten Besuch bereit.

Solarzellen auf dem Dach sollen Technik und Motor mit Strom versorgen, ein zentrales Lager die Logistik regeln. Die Technologie für das autonome Fahren wird derzeit in Kooperation mit der Hefei-Universität in China entwickelt. Mit einem Kaufpreis von etwa 30.000 Euro und einer zusätzlichen Servicepauschale wird damit auch für kleine Gemeinden ein eigener Supermarkt wieder denkbar. Bis 2018 soll Moby auf der Straße sein.

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