Orgatec 2014: Out of Office

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Text: Julia Bluth
Foto: Dick Spierenburg

Wie sieht die Arbeitswelt von morgen aus? Dieser Frage widmet sich der niederländische Designer Dick Spierenburg in seiner originellen Inszenierung Out of Office, die zur Orgatec 2014 zu sehen sein wird. Entlang des Orgatec Boulevard – dem zentralen Bindeglied zwischen den Hallen auf dem Kölner Messegelände – inszenieren die drei ganz unterschiedlich gestalteten Bereiche Going home, Taking a walk und Being home verschiedene Varianten moderner Arbeits- und Lebenswelten.

Der gemeinsam mit der Schweizer Automobilmanufaktur Rinspeed entwickelte Bereich Going home visualisiert Möglichkeiten des mobilen Arbeitens anhand von drei futuristischen Fahrzeug-Prototypen. Das erste Modell thematisiert den Traum vom autonomen Fahren: Bequeme Sitzmöglichkeiten, eine Getränkestation sowie schnelles Internet ermöglichen den Passagieren, die Fahrzeit im führerlos gesteuerten Fahrzeug sowohl zum Arbeiten als auch zur Entspannung zu nutzen. Das zweite Modell zeigt, wie Kleinwagen in Zukunft mithilfe eines modularen Mobilitätssystems nach Bedarf um eine Achse erweitert werden können, während das dritte die drei Themenbereiche „Arbeiten“, „Relaxen“ und „Socialising“ miteinander verbindet. Ergonomische Sessel, Flatscreens, leistungsstarkes Internet und Espressomaschine verwandeln den Kleinbus in fahrendes Büro, Konferenzraum und Wohnzimmer in einem.

Taking a walk
Da durch die Möglichkeiten des mobilen und flexiblen Arbeitens die Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit immer mehr verschwimmen, ist die parkartige Installation Taking a walk bewusst dem Thema Work-Life-Balance gewidmet. Die grün gestalteten Ruhe- und Arbeitszonen eignen sich für Besprechungen und Gespräche unter Kollegen – oder auch einfach zum Durchatmen. Der perfekte Ort für eine kleine Pause vom Messerundgang!

Being home
Im dritten Abschnitt Being home 4+4 setzen sich vier Designer beziehungsweise Designteams – Stefan Diez, Sebastian Herkner, Gam Fratesi und Ineke Hans – mit dem Phänomen des Homeoffice auseinander. Gemeinsam mit vier weiteren, von ihnen selbst ernannten Jungdesignern gestalten sie jeweils acht Arbeitsplätze, die ihren ganz persönlichen Arbeitsplatz zu Hause darstellen. Indem sie bekannte Möbelentwürfe ihrer Kollektionen mit Gegenständen ihres Alltags kombinieren, vermitteln sie den Messebesuchern einen überraschend privaten Einblick in ihre heimische Arbeitswelt.

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