Ultima Thule

9

Text: Jeanette Kunsmann
Foto: Henrik Saxgren

Eisbären kennen nur zwei Geschwindigkeiten. Entweder sieht man die müden Bären gemächlich durch den Schnee trotten, oder sie überraschen mit einer ungeahnten Schnelligkeit – für kurze Sprints erreichen die Tiere bis zu 30 Kilometer pro Stunde. Allein diese Tatsache verdeutlicht die Besonderheiten, die das Überleben in der Arktis mit sich bringt. Das gesamte Dasein lasse sich dort allein auf eine einzige Frage, auf ein „Ja oder Nein?“ reduzieren, schreibt Henrik Saxgren. Sieben Mal reiste der dänische Fotograf nach Grönland: den nördlichsten Punkt am Ende der Welt, immer wieder aufs Neue fasziniert von der Thule-Region. In einem kürzlich erschienen, Leinengebundenden Bildband verzaubert er mit seinen Fotografien, die er von 2014 bis 2018 in Qaanaaq, Kiataq und Whal Sund gemacht hat. Man sieht strahlende Eislandschaften, aber auch leuchtendes Blut und tiefe Dunkelheit. Immer wieder aufs Neue begibt sich Saxgren auf dünnes Eis, riskiert mitunter sein Leben, bei Temperaturen von minus 35 Grad. Die jeweiligen Geschichten der Reisen ins Eis fasst ein kleines Begleitheft zusammen.

Ausgezeichnet mit dem Deutschen Fotobuchpreis, dokumentiert Ultima Thule eine Welt, die mit unsere Realität kaum vergleichbar ist.

 

Weitere Artikel 13 - 25 von 28 Mit A nach B – mit dem Mobius durch die afrikanische wildnis Pixelkronen: Architekten machen Geld Mit A nach B – die letzte Kuppel Italiens Minimalismus aus Leder: Dieter Rams & Tsatsas California Modernism in L.A. Das letzte Museum seiner Art  The Botanical Room California Crazy Never stop Loving: Designers‘ Saturday 2018 Augen zu und durch Elmgreen & Dragset: The Whitechapel Pool Die Farben der Wüste

Portraits, Hintergrundberichte und Reportagen zum Zeitgeschehen im Designbereich.