Vorschau ISH 2015: Das Bad der Generationen

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Text: Sandra Piske

Die Gesellschaft befindet sich im Wandel – und mit ihr verändert sich das Bad. Wenn vom 10. bis 14. März 2015 in Frankfurt am Main die Weltleitmesse für die Erlebniswelt Bad, Gebäude-, Energie-, Klimatechnik und erneuerbare Energien ISH öffnet, dann rücken die Neuheiten, Innovationen und Trends aus diesen Bereichen in den Fokus. Eine Vorschau auf die Nasszelle von morgen.

Auch in diesem Jahr trägt die Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS) die wichtigsten Strömungen im Trendforum namens Pop up my Bathroom zusammen – diesmal unter dem Motto „Freibad“. Gekonnt integriert die VDS die drei großen Megatrends im Bad – Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Barrierefreiheit – in Form von Produkten und Lösungen in die Inszenierungen. „Freibad“ stellt das ideale Badezimmer aus der Perspektive von Kindern, Singles, Familien und älteren Generationen vor. Es zeigt eine lebensphasengerechte Badgestaltung unter den Aspekten von Ergonomie, Multifunktionalität und Ästhetik, die heute schon die Interessen von morgen berücksichtigt.

Demografische Badprodukte
War früher häufig vom „Seniorenbad“ für ältere Menschen die Rede, eröffnet sich im Zuge des demografischen Wandels eine neue Perspektive. Auf der ISH 2013 hatte der Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) zum ersten Mal mit dem Produkt-Award Badkomfort für Generationen demografische Herstellerprodukte gewürdigt, die barrierefreie Funktionalität mit Ästhetik und anspruchsvollem Design verbinden. Zur diesjährigen Ausgabe der Messe wird das gelungene Projekt weitergeführt. Konkret bedeutet die Entwicklung: Demografische Produkte sind so ansprechend gestaltet, dass sie gar nicht als Produkte fürs Seniorenbad wahrgenommen werden, sondern auch bei jüngeren Generationen Anklang finden. Kein Wunder, dass fast alle Hersteller ihr Sortiment von bodenebenen Duschen konstant vergrößern. Bette tut dies beispielsweise mit der puristischen Duschfläche BetteFloor Side, Dallmer mit der Weiterentwicklung seines Klassikers CeraNiveau. Erst später im Leben des Menschen und des Bades kommen mit Halt gebenden Möbeln, Sitzgelegenheiten, Griffen oder sensorgesteuerten Beleuchtungssystemen weitere, die Selbstständigkeit verlängernde Maßnahmen ins Spiel.

Persönliches Refugium vs. Multifunktionsraum
Beliebter werden auch Dusch-WCs, die älteren Menschen bequeme Hygiene bieten und auch für das jüngere Publikum dank überzeugender Funktionalität und immer schlankeren Formen und randlosen Designs ansprechend sind. Die Anschaffung eines Dusch-WCs, wie beispielsweise das neue AquaClean Mera von Geberit, ergibt schon früh und selbst in der Mietwohnung Sinn. Denn: Es kann bei einem Umzug einfach mitgenommen werden. Während im Singlebad Erholung und Entspannung inklusive Spa-Ausstattung, Musik, technischer Spielereien, Fitness-Geräten und Deko Priorität haben, erleben Familien den Raum als Ort der Kommunikation. In diesem „Busy Bathroom“ müssen sanitäre Ausstattung und Möblierung vor allem Raum für Improvisation und parallel stattfindende Abläufe bieten. Doppelwaschtische oder clevere Lösungen wie die neuen längenvariablen Waschtische aus dem System 950 von Hewi kommen da gerade richtig. Wichtig im Familienbad: die Erreichbarkeit von Möbeln, Waschbecken und WC für die Kinder, um ihnen ein Gefühl von Zugehörigkeit zu vermitteln.

Mediale Ausstattung und Vernetzung
Die ISH 2015 zeigt zudem, dass der große Trend der Digitalisierung im Bad noch immer hohe Priorität in den Entwicklungsabteilungen der Hersteller hat. Deutschland ist im Bereich der digitalen Steuerung von Wasser zweifelsohne Vorreiter der Branche. Neue Armaturen überzeugen mit berührungsloser Steuerung, die zunehmend auch im privaten Heim eingesetzt wird. Sensory Sky von Dornbracht geht noch einen Schritt weiter und steuert individuelle Wellnessprogramme aus Wasser, Dampf, Sound und Licht. Dank moderner LED-Technik gewinnt das Thema Licht zur ISH 2015 an Bedeutung. Es wird verstärkt zur Emotionalisierung des Bades genutzt und hebt die allgemeine Raumqualität. Licht kommt unter anderem unter dem Deckel des Dusch-WCs Neorest AC von Toto oder als Ambientebeleuchtung bei Duravits Möbelserie Vero zur Anwendung. Eine sinnliche Erfahrung von Wasser, die gleichzeitig mit der wertvollen Ressource besonders sparsam umgeht, ermöglichen Armaturen, die das Wasser mit Luft vermischen. Kam dies bisher eher unter der Dusche vor, erobern Waschtischarmaturen wie Axor Starck V das Waschbecken. Durch den Auslauf aus organischem Kristallglas kann der Wasserwirbel bei diesem Designerstück nicht nur haptisch, sondern sogar optisch erfahren werden. Ohne Kompromiss für das Wassererlebnis bietet die Armatur einen reduzierten Auslauf von vier Litern pro Minute.

Unsere Partner auf der ISH:

Alape: Halle 4.1, F94
Axor / Hansgrohe: Festhalle, A02
Bette: Halle 3.1, C99
Dallmer: Halle 4.0, C54

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